Follow Up Studien der ABCSG nicht mehr rekrutierend

ABCSG 16/S.A.L.S.A

Diese Langzeitstudie prüft im adjuvanten, also postoperativen Setting, den Aromatasehemmer Anastrozol bei postmenopausalen, Hormonrezeptor-positiven Brustkrebs-Patientinnen.

ABCSG-16 Zentrenliste


ABCSG 12

Vergleich der Wirksamkeit des Antihormons Tamoxifen gegenüber dem Aromatasehemmer Anastrozol, alleine oder in Kombination mit Zoledronat bei prämenopausalen, Hormonrezeptor-positiven Brustkrebs-Patientinnen im Stadium I und II.


ABCSG 15/IBIS II

In der Studie wurde untersucht, welches der beiden antihormonellen Medikamente – Tamoxifen oder Anastrozol – das erneute Auftreten der Brustkrebserkrankung (konkret eines ductalen Carcinoms in situ (DCIS)) nach einer Operation effizienter verhindert.

ABCSG-15 Zentrenliste


ABCSG 18

Hormonrezeptor-positive Brustkrebspatientinnen (ca. 2/3 aller Betroffenen) erhalten standardmäßig nach der Operation und Bestrahlung eine Antihormontherapie, in vielen Fällen mit Aromatasehemmern, welche die Bildung des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen unterbinden. Krebszellen werden so am Wachstum gehindert. Ein möglicher Nachteil dieser Behandlung ist, dass sich der reduzierte Östrogenspiegel negativ auf den Knochenstoffwechsel auswirkt und dadurch die Gefahr von Knochenbrüchen (Osteoporose) steigen kann.
Die Studie 18 verfolgte das Ziel, diese „therapieinduzierte Osteoporose“ während einer Behandlung mit Aromatasehemmern zu verhindern. Es wurde dabei die Substanz Denosumab geprüft – ein Antikörper, der die Reifung von Osteoklasten behindert, die den bestehenden Knochen abbauen. In Vorstudien hat sich gezeigt, dass eine nur alle sechs Monate verabreichte Injektion unter die Haut (subkutan) dieses Antikörpers zu einer Verlangsamung des Knochenabbaus führt und Knochenbrüche verhindert werden. Das Potenzial dieses Antikörpers ist aber noch wesentlich größer: Es gibt Hinweise, dass Denosumab nicht nur gegen Osteoporose wirkt, sondern auch einen positiven Einfluss auf das Überleben der Patientinnen – einen Antitumoreffekt – hat. Auch dieser Frage wurde  nachgegangen.
3.400 Brustkrebspatientinnen in Österreich und Schweden haben an dieser Studie teilgenommen.
Die erfreulichen und eindeutigen Ergebnisse, die im Sommer 2015 auch einiges mediales Interesse geweckt haben, haben zu einem „practice change“ in der Behandlung in Österreich geführt und sind hier in der Originalpublikation nachzulesen: www.abcsg.at/The-Lancet-online-June-1-2015.pdf

ABCSG 18 Zentrenliste


ABCSG 22R

Mit dem Register ABCSG 22R wird eine Basis für neue medizinische Forschungsprojekte geschaffen. In einem Datenregister werden Patientinnen, die bereits eine Therapie mit Nolvadex® und Zoladex® erhalten haben, erfasst. Die Datenbank wurde selbstverständlich im Einklang mit dem österreichischen Datenschutzgesetz erstellt. Aktuell läuft anhand dieser Daten eine Fragebogenerhebung zur Lebensqualität von Patientinnen während und nach einer Brustkrebstherapie („ABCSG 22R Quality of Life“).

ABCSG 22R Zentrenliste


ABCSG 25/PANTHER

In Österreich wurden 465 Patientinnen in diese randomisierte Phase-III-Studie eingeschlossen. Das Follow Up läuft noch bis 2022. Geprüft wurde eine individuell angepasste Chemotherapiebehandlung mit Epirubicin und Cyclophosphamid, gefolgt von Docetaxel oder 5-Fluorouracil, Epirubicin und Cyclophosphamid, gefolgt von Docetaxel.


ABCSG 26/SOLE

Mit ABCSG 26/SOLE wurde die Studienlandschaft in Österreich um einen interessanten neuen Behandlungsansatz für postmenopausale Hormonrezeptor-positive Brustkrebspatientinnen reicher. Es wurde die Hypothese überprüft, ob eine Therapie mit Behandlungspausen (9 Monate Behandlung und 3 Monate Pause, und das 5 Jahre lang) einer verlängerten durchgängigen fünfjährigen adjuvanten Therapie mit einem Aromatasehemmer überlegen ist. Vermutet wurde, dass der dreimonatige Entzug der Therapie eine gewisse östrogene Stimulation ermöglicht, wodurch die verbliebenen resistenten Tumorzellen für die Fortsetzung der Therapie empfänglich werden. Bis August 2017 werden die teilnehmenden Patientinnen noch therapiert, das Follow-Up läuft danach noch bis zum Lebensende.

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ABCSG 34

An ABCSG 34 konnten insgesamt 400 prä- und postmenopausale Patientinnen mit frühem Brustkrebs teilnehmen. Die Studienteilnehmerinnen erhielten eine präoperative (neoadjuvante) Standardtherapie, entweder eine endokrine Behandlung mit Letrozol oder eine Chemotherapie mit EC+T in reverser oder normaler Sequenz. Zusätzlich bekam die Hälfte der Patientinnen eine Impfung mit dem Wirkstoff L-BLP25 (Tecemotide). Diese Vakzinierung im neoadjuvanten Setting stellt ein völlig neues therapeutisches Konzept dar. Die Impfung soll nicht nur die Wirkung der neoadjuvanten Therapie verstärken, sondern auch direkt zur Hemmung des Tumorwachstums beitragen.

Zwölf Impfungen erhielten die Teilnehmerinnen an dieser randomisierten, offenen, zweiarmigen Phase-II-Studie. Nach einer einmaligen Infusion von Cyclophosphamid zur Anregung des Immunsystems erfolgte drei Tage später die erste Impfung. Danach wurde – über einen Zeitraum von zwei Monaten – jede Woche eine weitere Dosis des Impfstoffs verabreicht. Drei weitere Impfungen erfolgten im Abstand von jeweils sechs Wochen. Eine Woche vor der Operation des Primärtumors wurde die letzte Impfung verabreicht. Der primäre Endpunkt der Studie ist die Response Rate der Standardtherapie mit und ohne Vakzine, gemessen anhand des Residual Cancer Burden (RCB) bei der Operation.
Die ersten Ergebnisse wurden im Dezember 2016 bei dem internationalen Brustkrebskongress San Antonio Breast Cancer Symposium präsentiert, und machen leider keine Hoffnung auf ein prophylaktisches Therapiekonzept. Die Studie lieferte keine signifikanten Daten zum primären Endpunkt, die „Impfung gegen Krebs“ gibt es also nach wie vor nicht. Allerdings lassen sich aus den nun gewonnenen Daten weitere, translationale Untersuchungen ableiten, die wiederum neue Hoffnung auf bessere und zielgerichtete Krebstherapien geben können.

ABCSG 34 Zentrenliste


ABCSG 38/Lorelei

An der randomisierten, doppelblinden Phase-II-Studie nahmen weltweit 330 postmenopausale Frauen mit Östrogenrezeptor-positivem und HER2-negativem Brustkrebs im Frühstadium teil. Der Tumor war mindestens 2cm groß und unbehandelt. Über 16 Wochen erhielten die Patientinnen eine neoadjuvante (präoperative) Therapie mit Letrozol, eine Hälfte davon zusätzlich den Wirkstoff GDC-0032. Danach folgte die Operation sowie nach 30 Tagen eine Nachsorgeuntersuchung. Mit 4. Januar 2017 waren alle Patientinnen austherapiert, Ende des Jahres rechnet man mit den ersten Ergebnissen.

ABCSG 38/Lorelei Zentrenliste


ABCSG 39/Aphinity

Ein randomisierter, doppelblinder, Placebo-kontrollierter Vergleich von Chemotherapie plus Trastuzumab und Placebo mit Chemotherapie plus Trastuzumab und Pertuzumab als adjuvante (postoperative) Therapie bei Patientinnen mit operablem HER2-positivem Mammakarzinom. Das Follow Up läuft noch bis 2024, die Primäranalyse der Daten wird voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2017 fertig sein.

ABCSG 39 Zentrenliste


ABCSG 40

In dieser doppelblinden Studie der Phase II wurde der neue Wirkstoff BYL719 gemeinsam mit Letrozol geprüft, im Vergleich zu einem Placebo. Teilnehmen konnten postmenopausale Frauen mit Hormonrezeptor-positivem, HER2-negativem Brustkrebs. In Österreich wurden 40 Patientinnen randomisiert, international waren es 320. Nach der Behandlung wurden die Teilnehmerinnen operiert, damit endete die Studie offiziell für sie und sie befinden sich nun im Follow Up, also der Nachbeobachtung.

ABCSG-40 Zentrenliste



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