Follow Up Studien der ABCSG nicht mehr rekrutierend

ABCSG 12

Vergleich der Wirksamkeit des Antihormons Tamoxifen gegenüber dem Aromatasehemmer Anastrozol, alleine oder in Kombination mit Zoledronat bei prämenopausalen, Hormonrezeptor-positiven Brustkrebs-Patientinnen im Stadium I und II.


ABCSG 15/IBIS II

In der Studie wurde untersucht, welches der beiden antihormonellen Medikamente – Tamoxifen oder Anastrozol – das erneute Auftreten der Brustkrebserkrankung (konkret eines ductalen Carcinoms in situ (DCIS)) nach einer Operation effizienter verhindert.

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ABCSG 18

Hormonrezeptor-positive Brustkrebspatientinnen (ca. 2/3 aller Betroffenen) erhalten standardmäßig nach der Operation und Bestrahlung eine Antihormontherapie, in vielen Fällen mit Aromatasehemmern, welche die Bildung des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen unterbinden. Krebszellen werden so am Wachstum gehindert. Ein möglicher Nachteil dieser Behandlung ist, dass sich der reduzierte Östrogenspiegel negativ auf den Knochenstoffwechsel auswirkt und dadurch die Gefahr von Knochenbrüchen (Osteoporose) steigen kann.

Die Studie 18 verfolgte das Ziel, diese „therapieinduzierte Osteoporose“ während einer Behandlung mit Aromatasehemmern zu verhindern. Es wurde dabei die Substanz Denosumab geprüft – ein Antikörper, der die Reifung von Osteoklasten behindert, die den bestehenden Knochen abbauen. In Vorstudien hat sich gezeigt, dass eine nur alle sechs Monate verabreichte Injektion unter die Haut (subkutan) dieses Antikörpers zu einer Verlangsamung des Knochenabbaus führt und Knochenbrüche verhindert werden. Das Potenzial dieses Antikörpers ist aber noch wesentlich größer: Es gibt Hinweise, dass Denosumab nicht nur gegen Osteoporose wirkt, sondern auch einen positiven Einfluss auf das Überleben der Patientinnen – einen Antitumoreffekt – hat. Auch dieser Frage wurde  nachgegangen.

3.400 Brustkrebspatientinnen in Österreich und Schweden haben an dieser Studie teilgenommen.
Die erfreulichen und eindeutigen Ergebnisse, die im Sommer 2015 auch einiges mediales Interesse geweckt haben, haben zu einem “practice change” in der Behandlung in Österreich geführt und sind hier in der Originalpublikation nachzulesen: www.abcsg.at/The-Lancet-online-June-1-2015.pdf

ABCSG 18 Zentrenliste


ABCSG 25/PANTHER

In Österreich wurden 465 Patientinnen in diese randomisierte Phase-III-Studie eingeschlossen. Das Follow Up läuft noch bis 2022. Geprüft wurde eine individuell angepasste Chemotherapiebehandlung mit Epirubicin und Cyclophosphamid, gefolgt von Docetaxel oder 5-Fluorouracil, Epirubicin und Cyclophosphamid, gefolgt von Docetaxel.


ABCSG 26/SOLE

Mit ABCSG 26/SOLE wurde die Studienlandschaft in Österreich um einen interessanten neuen Behandlungsansatz für postmenopausale Hormonrezeptor-positive Brustkrebspatientinnen reicher. Es wurde die Hypothese überprüft, ob eine Therapie mit Behandlungspausen (9 Monate Behandlung und 3 Monate Pause, und das 5 Jahre lang) einer verlängerten durchgängigen fünfjährigen adjuvanten Therapie mit einem Aromatasehemmer überlegen ist. Vermutet wurde, dass der dreimonatige Entzug der Therapie eine gewisse östrogene Stimulation ermöglicht, wodurch die verbliebenen resistenten Tumorzellen für die Fortsetzung der Therapie empfänglich werden. Bis August 2017 werden die teilnehmenden Patientinnen noch therapiert, das Follow-Up läuft danach noch bis zum Lebensende.

ABCSG 26 SOLE Zentrenliste


ABCSG 36/Penelope

Für diese doppelblinde, Placebo-kontrollierte Phase-III-Studie kommen in Österreich nur wenige Brustkrebspatientinnen in Frage, nämlich Frauen mit Hormonrezeptor-positivem und HER2-normalem Brustkrebs mit einem hohen Rückfallrisiko nach einer präoperativen (neoadjuvanten) Chemotherapie. Die Teilnehmerinnen werden nach dieser Chemotherapie operiert (mit oder ohne Strahlentherapie) und erhalten danach 13 Zyklen der Standardtherapie, eine Gruppe zusätzlich den Wirkstoff Palbociclib, die Kontrollgruppe zusätzlich ein Placebo. Weder BehandlerInnen noch Patientinnen wissen, zu welcher Gruppe sie gehören (doppelblind). Ein Zyklus dauert 21 Tage, in denen täglich eine Kapsel eingenommen wird, mit einer anschließenden Pause von 7 Tagen.
Studienstart in Österreich war im Dezember 2014, bis Ende 2017 können Patientinnen noch an der Studie teilnehmen.

ABCSG 36/Penelope Zentren


ABCSG 40

In dieser doppelblinden Studie der Phase II wurde der neue Wirkstoff BYL719 gemeinsam mit Letrozol geprüft, im Vergleich zu einem Placebo. Teilnehmen konnten postmenopausale Frauen mit Hormonrezeptor-positivem, HER2-negativem Brustkrebs. In Österreich wurden 40 Patientinnen randomisiert, international waren es 320. Nach der Behandlung wurden die Teilnehmerinnen operiert, damit endete die Studie offiziell für sie und sie befinden sich nun im Follow Up, also der Nachbeobachtung.

ABCSG-40 Zentrenliste


ABCSG 46/CompLEEment

An dieser Phase-III-Studie können Männer und Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs (hormonrezeptor-positiv/HER2-negativ) teilnehmen, die keine vorgehende Hormontherapie erhalten haben. Getestet wird der neue Wirkstoff Ribociclib, ein CDK4/6-Hemmer, in Kombination mit Letrozol, also einer üblichen Hormontherapie. Ribociclib gehört zu einer neuen Art von Wirkstoffen, die direkt in der Tumorzelle aktiv werden und darum gesundes Gewebe weitgehend schonen. In engmaschigen Kontrolluntersuchungen wird die Sicherheit und Wirksamkeit dieser Kombination, Ribociclib mit Letrozol, geprüft und bewertet. 30 PatientInnen sollten in Österreich teilnehmen.

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